Du brauchst eine Location. Eine anonyme Wohnung. Nichts darf auf dem Papier stehen.
Keine offiziellen Verträge, alles per Handschlag und vor allem alles in bar.
Du brauchst ein Badezimmer, das für die Kunden einigermaßen einladend ist. Jeder muss vorher duschen.
Eine Küche für die Mädchen, Mikrowelle, Herd und einen kleinen Tisch.
Dann der Arbeitsraum, das Schlafzimmer. Wenn du für die Location drei Mädchen hast, ist das schon ganz gut. Sagen wir, eine macht hauptsächlich Bondage, die andere macht Girlfriend Experience, die letzte macht dann Kram mit Pärchen die ein Abenteuer suchen.
Während die Mädchen in der Küche Fentanylpflaster rauchen, kannst du gerne Artikel über den "empowering Feminism von Sexworkerinnen" schreiben. Kannst den Leuten erzählen, dass jeder eine Wahl hat. Aber ich hab das gesehen. Da ist vielleicht am Anfang eine Art Wahl. Und dann gibt es kein Entkommen.
Die Illegalität sorgt dafür, dass die Mädchen keine Polizei rufen können. Schlecht. Dafür gibt es aber Reizgas, Messer, Schlagstöcke und Gaspistolen. Manche Kunden kommen nur um mit den Mädchen zu saufen. Das Gesetz des Alkohols macht sie dabei noch schutzloser. Also komme ich ins Spiel. Meine Aufgabe war rumsitzen und warten. Heroin spritzen oder rauchen und dabei aufpassen, dass sich die Typen benehmen.
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